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Rezension: Ewian - Good Old Underground

Ewian - Good Old Underground
Über ein Jahr ist es her, dass der Bonner Komponist Ewian Christensen mit der EP We Will Never Grow Old und der Single Voices In Your Head erfolgreich auf sich aufmerksam machte und gleichzeitig die Neugier seiner Fans auf sein erstes Album wecken konnte. Nun hat das Warten ein Ende. Mit Good Old Underground erscheint heute das Debüt-Album von Ewian, das durch eine gelungene Zusammenarbeit zwischen ihm und vier weiteren Musikern entstand.

Good Old Underground wartet mit einer Mischung aus atmosphärisch-melancholischen Klängen und euphorischer Gelassenheit auf. Bereits der Opener My Dear Dead Memory zieht den Hörer in einen musikalischen Bann, der bis zum letzten Song When I Was Dead feat. Fifi Rong ungebrochen bleibt.

So besticht der shoegazig anmutende Song The Last Poem durch gekonnt gespielte Gitarrenparts, welche von leisen Pianopassagen umrahmt und durchbrochen werden. Ebenfalls sehr gitarrenlastig aber eher dem alternativ-rockigeren Bereich zuzuordnen ist das Lied Black Star, das neben dem gefühlvollen Track Escape wohl zu den eingängigsten Stücken des Albums gehört. Äußerst interessant gestalten sich auch die beiden auf dem Album befindlichen Songs Zampano (Alien Hand Syndrome Remix) und Looper (Slack Armada Remix), die von Ewian neu interpretiert wurden. Dem stellenweise rotziger klingenden Original von Zampano wurde ebenso wie dem ursprünglichen Instrumental-Stück Looper ein ganz eigener Anstrich verliehen, der dem Hörer neue Sichtweisen und alternative Zugänge zu den Songs ermöglicht.

Jede der zehn Stationen des Albums lädt auf unterschiedliche Weise zum ausgiebigen Verweilen und Träumen ein, wodurch Good Old Underground ein sehr schönes und abwechslungsreiches Erstlingswerk geworden ist. In Zukunft bitte mehr davon!
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