Rezension: PRUDE - The Dark Age Of Consent | AMuBlo - Alternative Music Blog

Rezension: PRUDE - The Dark Age Of Consent

Prude - The Dark Age Of Consent
Eine äußerst interessante Neuerscheinung aus dem Hause Metropolis Records erscheint am 23. September 2014 von der amerikanisch-europäischen Industrial-Rock-Formation PRUDE, die mit The Dark Age Of Consent ihr Debüt-Album vorlegt.

Bei PRUDE handelt es sich jedoch nicht um eine Newcomer-Band im klassischen Sinne. Frontmann Jared Louche wurde als Gründungsmitglied von Chemlab bekannt, Matt Fanale machte bereits mit seinem Solo-Projekt Caustic auf sich aufmerksam und auch Marc Plastic und Phil DiSiena wirkten schon in verschiedenen anderen Projekten mit. Den letzten Feinschliff erhielt The Dark Age Of Consent von dem erfahrenen Produzenten Howie Beno, der in der Vergangenheit unter anderem mit Ministry zusammenarbeitete.

Obwohl der Schwerpunkt des Albums eindeutig auf dem typischen American-Industrial-Sound liegt, gehen die Songs nicht in der Masse unter, sondern setzen durch einen gehörigen Schuss Punk, Rock’n’Roll und Scharfkantigkeit eigene Statements. Die Songtexte, voll von wirren Anspielungen auf musikalische, literarische und sonstige künstlerische Werke, machen das Album unterschwellig zu einem Juwel, das sich erfolgreich als Kieselstein tarnt.

The Dark Age Of Consent gehört auch nicht zu den Alben, die nur ein bis zwei hörbare Stücke enthalten und bei denen die restlichen Songs zur Auffüllung der Tracklist dienen. Anspieltipps fallen daher schwer. Zum Einstieg seien dennoch die Lieder Cigarette Burn Heart, Airlock und Darkroom empfohlen. Letztendlich ist The Dark Age Of Consent einfach ein cooles Album geworden, das es trotz aller Genialität geschafft hat, bodenständig und derbe zu klingen.
Auf Google+ teilen

About AMuBlo

"Sometimes I'm lost in black and white. May I look good in technicolor? Sometimes I'm smart and sometimes I play the fool. Teach me the rules! So I can understand the game." (from Hand = Take by Les Immer Essen)